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Mehr als 80 Prozent der Menschen in Deutschland nehmen bei ihrer Anbindung an Bus und Bahn keine positive Veränderung wahr. Jede/r Dritte ist unzufrieden mit dem ÖPNV-Angebot am eigenen Wohnort. Auch die gefühlte Sicherheit auf Radwegen und zu Fuß hat sich nicht verbessert.
Das ist das Ergebnis des Mobilitätsbarometers 2024, einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von Allianz pro Schiene, BUND und Deutschem Verkehrssicherheitsrat, die zum Ende vergangenen Jahres vorgestellt wurde.
Das Forschungsinstitut Kantar hat dafür zum zweiten Mal Menschen in ganz Deutschland befragt. Die diesjährige Befragung bestätigt erneut deutlich, dass ein Großteil der Menschen nicht primär die Entfernung zur nächsten Haltestelle als Problem empfindet, sondern vor allem zu seltene Abfahrten an den Haltestellen: Jede/r Dritte ist damit unzufrieden.
Bundesweit nahmen nur 17 Prozent der Befragten eine positive Veränderung wahr, 68 Prozent spürten keinerlei Veränderung, 15 Prozent eine Verschlechterung. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern (siehe Grafik).

Die Sicherheit auf dem Rad hat in den Augen der Befragten insgesamt keine Fortschritte gemacht, knapp die Hälfte bemerkt keine Veränderung. 27 Prozent geben sogar an, sich weniger sicher zu fühlen als vor fünf Jahren. 85 Prozent der Menschen empfinden, dass sich ihre Sicherheit als Fußgänger*in in den vergangenen fünf Jahren nicht verbessert hat.
Auf diesen Befunden aufbauend, fordern die drei Verbände eine Angebotsoffensive für den ÖPNV sowie sichere Wege für den Rad- und Fußverkehr, die den Bedürfnissen der Menschen gerecht werden. Ebenso wenig dürfe das Deutschlandticket ständig infrage gestellt, sondern müsse für die Zukunft gesichert werden.
(23.01.2025)